
Die Preise fallen, die Technik wird besser, und dann ist da noch die EEG-Reform. Viele Hausbesitzer fragen sich deshalb: Soll ich jetzt eine Photovoltaikanlage kaufen oder lieber noch ein Jahr warten? Wir haben nachgerechnet. Das Ergebnis ist eindeutiger, als viele denken.
Das stimmt, aber nur noch langsam. Im Jahresvergleich sind PV-Anlagen zuletzt um rund 4 % günstiger geworden. Bei einer Anlage für 17.000 € sind das etwa 680 €. Wie Sie gleich sehen, verlieren Sie durch ein Jahr Warten deutlich mehr.
Die großen Sprünge liegen hinter uns. Moderne Module arbeiten seit Jahren auf sehr hohem Niveau, die Fortschritte pro Jahr sind klein. Viele Hersteller garantieren heute nach 25 Jahren noch rund 80 bis 90 % der ursprünglichen Leistung. Wer auf das perfekte Modul wartet, wartet ewig.
Genau das kann teuer werden. Nach den aktuellen Plänen bekommen Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, noch 20 Jahre lang die feste Einspeisevergütung von 7,70 Cent pro kWh. Neue Anlagen danach nur noch eine befristete Übergangszahlung von rund 5,2 Cent für drei Jahre (Stand: September 2026).
Jedes Jahr ohne Solaranlage kaufen Sie Ihren Strom komplett beim Versorger ein. Und der wird nicht billiger: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Strompreise zuletzt um rund 10 % gestiegen. Bestandskunden zahlen im Schnitt etwa 33 Cent pro kWh, in der Grundversorgung sogar rund 40 Cent.
Für ein typisches Einfamilienhaus mit PV-Anlage und Speicher bedeutet das: Ein Jahr Warten kostet Sie rund 1.500 € an entgangener Ersparnis. Dem stehen etwa 680 € gegenüber, die Sie durch sinkende Anlagenpreise vielleicht sparen. Unterm Strich verlieren Sie also Geld.

So sieht das Beispiel konkret aus, mit einem Stromverbrauch von 4.500 kWh im Jahr:

Steigen die Strompreise weiter, geht es entsprechend schneller. Mit Wärmepumpe oder E-Auto nutzen Sie noch mehr Solarstrom selbst und sparen zusätzlich.
Es gibt Situationen, in denen Sie besser noch nicht kaufen sollten:
Und wenn das Budget gerade knapp ist? Dann ist Warten oft trotzdem nicht die beste Lösung. Mit einer Finanzierung zahlen Sie die Anlage in Raten ab, während sie bereits Strom spart. Im besten Fall liegt die monatliche Rate nur wenig über den eingesparten Stromkosten.
Trifft nichts davon zu, spricht wenig fürs Abwarten.
Die Anlagenpreise sinken nur noch langsam, die Strompreise steigen, und die feste Einspeisevergütung soll für neue Anlagen bald wegfallen. Wer ein geeignetes Dach hat, fährt mit einer Entscheidung jetzt in fast allen Fällen besser als mit Abwarten.
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