Die Stuttgarter Solaroffensive im Detail
Die Solaroffensive ist ein Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Landeshauptstadt bis 2035. Gefördert werden ausschließlich begleitende Maßnahmen – also Arbeiten, die eine PV-Anlage erst möglich machen: die Ertüchtigung der Elektrik und des Zählerplatzes, das Gerüst, die Prüfung und Verstärkung der Dachstatik, Blitzschutz oder das Versetzen von Bauteilen. Die Solarmodule, das Montagesystem und der Wechselrichter selbst sind nicht förderfähig. Für Dachanlagen liegt der Höchstsatz bei 300 €/kWp, für Fassaden- oder Gründach-Anlagen bei 400 €/kWp – anerkannt werden jeweils bis zu 50 % der nachgewiesenen Kosten. Ein Batteriespeicher, der zusammen mit einer neuen Anlage entsteht, wird mit 100 €/kWh gefördert (bis zu 1 kWh je kWp Anlagenleistung). Inhaber einer Stuttgarter FamilienCard oder Empfänger von Wohngeld mit Lastenzuschuss erhalten zusätzlich 10 % Bonus.
Achtung – veraltete Angaben im Umlauf: Vor dem 1. Mai 2026 förderte die Solaroffensive zusätzlich Balkonmodule (200 €), eine Volleinspeise-Sonderförderung (bis 600 €/kWp) sowie Ladeinfrastruktur. Diese Bausteine sind in der aktuellen Richtlinie entfallen, und die kWp-Sätze wurden reduziert. Viele Vergleichsportale zeigen noch die alten Werte – verlassen Sie sich auf die offizielle Förderrichtlinie der Stadt.
Eine Bedingung sollten Sie früh einplanen: Das Angebot Ihres Fachbetriebs muss Einzelpreise für die förderfähigen Positionen ausweisen. Fehlen diese, fällt die Förderung deutlich geringer aus. Der Fokus des Programms liegt bewusst auf schwierigen baulichen Situationen – etwa, wenn die Elektrik vor der Montage erst saniert werden muss. Beachten Sie außerdem: Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Die Förderung ist eine freiwillige Leistung der Stadt und wird nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt – ein früher Antrag ist also doppelt sinnvoll.