21 Jun 2026
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Welche Förderungen gibt es in Hemmingen? (Überblick)

Hemmingen profitiert gleich auf mehreren Ebenen: kommunal über proKlima, bundesweit über Steuervorteile und Einspeisevergütung. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Bausteine zusammen. Der Begriff „kWp" (Kilowatt-Peak) bezeichnet dabei die Spitzenleistung Ihrer Solaranlage.

Stand Juni 2026. Das proKlima-Förderprogramm 2026 gilt seit dem 1. Januar 2026 und endet voraussichtlich am 31. Oktober 2026 — Anträge müssen bis dahin eingegangen sein. Fördertöpfe können vor diesem Datum erschöpft sein. Prüfen Sie den aktuellen Stand stets direkt bei proKlima, da die offizielle Richtlinie maßgeblich ist.

So kombinieren Sie Stadt, Land und Bund

Die kommunale Förderung von proKlima ist nur ein Teil des Vorteils — die größten Einsparungen kommen vom Bund. Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz: Auf Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt 0 % Mehrwertsteuer an, was Ihre Anschaffung sofort um rund 19 % günstiger macht. Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom sind bei Anlagen bis 30 kWp zudem von der Einkommensteuer befreit.

Für eingespeisten Überschussstrom erhalten Sie über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine garantierte Einspeisevergütung — derzeit rund 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und etwa 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp), 20 Jahre lang festgeschrieben. Die Sätze sinken halbjährlich um ein Prozent. Wer eine zinsgünstige Finanzierung möchte, kann den KfW-Kredit 270 für Photovoltaik und Speicher über die eigene Hausbank beantragen.

Zeitkritisch: Für die geplante EEG-Reform liegt ein Arbeitsentwurf vor, der die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen unter 25 kWp ab 2027 durch marktorientierte Modelle (Direktvermarktung) ersetzen könnte. Der Entwurf befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren. Wer sich die garantierte 20-Jahres-Vergütung sichern möchte, sollte die Inbetriebnahme nicht unnötig hinauszögern.

Das proKlima-Programm im Detail

proKlima ist der Klimaschutzfonds des regionalen Energieversorgers enercity und fördert seit 1998 erneuerbare Energien im Großraum Hannover. Förderfähig sind ausschließlich Vorhaben in den Städten Hannover, Laatzen, Langenhagen, Seelze, Ronnenberg und Hemmingen — Ihr Wohnort ist damit klar dabei.

Für private Eigentümer:innen sind vor allem drei Bausteine relevant. Mit „DachVollToll" fördert proKlima die vollständige Belegung Ihres Daches mit 100 € pro kWp, in der Regel bis maximal 1.000 € pro Anlage. Wer seine Module in die Fassade integriert, erhält über „SolarStromFassade" sogar bis zu 300 €/kWp (max. 9.000 €), bei Standard-Montage vor der Fassade 100 €/kWp (max. 3.000 €). Die Kombination aus Photovoltaik und begrüntem Dach wird über „SolarGrünDach" mit 200 €/kWp (max. 6.000 €) unterstützt.

Besonders interessant für Speicher-Interessierte: Den „Bonus SolarEnergieManagement" in Höhe von 500 € gibt es für ein marktorientiert betriebenes Home-Energy-Management-System (HEMS) — also eine intelligente Steuerung, die in Verbindung mit einem Batteriespeicher den Eigenverbrauch optimiert. Voraussetzung für alle Bausteine ist eine PV-Anlage mit mindestens 2 kWp Leistung; Balkonkraftwerke sind hiervon ausgenommen.

So beantragen Sie die Förderung Schritt für Schritt

Bei proKlima gilt — wie bei nahezu allen Förderungen — die wichtigste Regel: Antrag stellen, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag einreicht, verliert in der Regel den Anspruch. Gehen Sie am besten so vor:

  1. Beratung & Planung: Lassen Sie Ihre Dachfläche prüfen und ein konkretes Angebot erstellen — inklusive geplanter kWp-Leistung.
  2. Förderbaustein wählen: Entscheiden Sie, welches proKlima-Programm (DachVollToll, SolarStromFassade, SolarGrünDach) zu Ihrem Vorhaben passt.
  3. Antrag einreichen: Stellen Sie den Förderantrag online bei proKlima — vor der Auftragsvergabe und vor Maßnahmenbeginn.
  4. Förderzusage abwarten: Erst nach schriftlicher Bewilligung den Auftrag erteilen.
  5. Umsetzung & Nachweis: Anlage installieren, in Betrieb nehmen und die Auszahlungsunterlagen mit der tatsächlich installierten Leistung einreichen.
  6. Bund parallel mitnehmen: Die 0 % MwSt. wendet Ihr Fachbetrieb automatisch an; die Einspeisevergütung läuft über den Netzbetreiber.

Möchten Sie wissen, welche Förderung sich für Ihr Dach in Hemmingen lohnt? Die Expert:innen von hallo.solar prüfen Ihre Möglichkeiten und übernehmen die Förderlogik für Sie — von proKlima bis KfW. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses, unverbindliches Angebot an und starten Sie wirtschaftlich in die Energiewende.

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