Der enercity-Fonds proKlima im Detail
Das Herzstück der lokalen Förderung ist proKlima — ein Klimaschutzfonds, der von der enercity AG getragen und von der Stadt sowie der Region Hannover unterstützt wird. Für Photovoltaik sind vor allem drei Bausteine relevant. „DachVollToll" belohnt die möglichst vollständige Belegung des Daches mit Solarmodulen: 100 € je kWp, maximal 1.000 € pro Gebäude. Der Gedanke dahinter ist sinnvoll — wer das Dach gleich richtig nutzt, statt nur eine kleine Anlage zu installieren, leistet einen größeren Beitrag zum Klimaschutz.
Mit „SolarStromFassade" werden Anlagen an der Gebäudefassade gefördert: 100 €/kWp für vorgehängte Module (bis 3.000 €), und besonders attraktive 300 €/kWp für fassadenintegrierte Anlagen (bis 9.000 €). „SolarGrünDach" wiederum verbindet Dachbegrünung mit Solarstrom und bringt 200 €/kWp bis 6.000 €. Für Mehrfamilienhäuser mit 3 bis 10 Einheiten kann der „SolarMieterStrom"-Bonus von bis zu 1.000 € hinzukommen. Die Bausteine lassen sich teils kombinieren, solange die Zuschüsse die tatsächlichen Kosten nicht übersteigen.
Ein Hinweis zum Batteriespeicher: proKlima fördert Speicher in der Regel im Zusammenhang mit einer geförderten PV-Maßnahme, nicht zwingend als eigenständigen Zuschuss. Da sich die Richtlinien jährlich ändern, empfiehlt sich vor der Antragstellung ein Blick in die aktuelle Förderrichtlinie oder ein Anruf bei der proKlima-Beratungshotline. Auch Vereine und gemeinnützige Einrichtungen werden über eigene Bausteine bedacht — proKlima hat 2026 für solche Projekte zusätzliche Mittel reserviert, etwa für Schul- und Vereinsdächer.
Ein praktischer Tipp: Knüpfen Sie die Anlagengröße an das, was Ihr Dach realistisch hergibt. Da „DachVollToll" gezielt die Vollbelegung belohnt, lohnt es sich, gemeinsam mit dem Fachbetrieb zu prüfen, ob eine etwas größere Anlage technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Beachten Sie zudem den geforderten Mindestertrag pro kWp — wird er nicht erreicht, kann die Auszahlung geringer ausfallen.