19 Jun 2026
Inhaltsverzeichnis

Welche Förderungen gibt es in Günzburg? (Überblick)

Die Stadt Günzburg betreibt ein kommunales Förderprogramm „Nachhaltiges, energieoptimiertes Bauen und Sanieren", das aktuell jedoch nur Regenwassernutzung, Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen und Dachbegrünung bezuschusst — eine eigene Geldförderung speziell für Photovoltaikanlagen ist darin derzeit nicht enthalten. Ältere Übersichten nennen teils noch einen kWp-Zuschuss; maßgeblich ist die aktuelle städtische Richtlinie, die PV nicht direkt fördert. Der wirtschaftliche Hebel kommt deshalb vom Bund — und ergänzend von der kostenlosen Solarberatung des Landkreises.

Stand Juni 2026. Kommunale Programme können sich kurzfristig ändern, pausieren oder neu aufgelegt werden — bitte prüfen Sie vor Antragstellung stets die offizielle Seite der Stadt Günzburg.

So kombinieren Sie Stadt, Land & Bund

Da Stadt und Land Bayern aktuell keine direkten PV-Zuschüsse für Privathaushalte zahlen (das bayerische „10.000-Häuser-Programm" ist ausgelaufen), liegt der Schwerpunkt auf den Förderungen des Bundes. Diese lassen sich gut miteinander verbinden:

  • 0 % Mehrwertsteuer (MwSt): Nullsteuersatz auf PV und Speicher bis 30 kWp auf Wohngebäuden — der Installateur weist die Rechnung automatisch ohne MwSt aus, kein Antrag nötig.
  • Einspeisevergütung nach EEG: Für den ins Netz eingespeisten Strom; für neue Anlagen bis 10 kWp aktuell rund 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung. Die Sätze werden halbjährlich angepasst.
  • KfW-Kredit 270: Zinsgünstiges Darlehen für Photovoltaik und Speicher, das Sie über Ihre Hausbank beantragen.
  • Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind seit 2023 einkommensteuerfrei.

Wichtig für 2026/2027: Das Bundeswirtschaftsministerium plant im Rahmen einer EEG-Reform, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 2027 zugunsten der Direktvermarktung abzuschaffen. Wer seine Anlage noch bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die feste Vergütung für 20 Jahre. Zusätzlich treten neue Regelungen zum „Energy Sharing" in Kraft. Der Status ist noch nicht final — beobachten Sie die Entwicklung.

Kein eigenes Stadtprogramm — warum sich PV in Günzburg trotzdem lohnt

Auch ohne eigenen kommunalen PV-Zuschuss ist eine Solaranlage in Günzburg eine sinnvolle Investition. Der größte Einzelvorteil ist die 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen samt Batteriespeicher bis 30 kWp auf Wohngebäuden. Das senkt die Anschaffungskosten unmittelbar um die sonst fälligen 19 % — bei einer typischen Anlage mit Speicher sind das schnell mehrere tausend Euro, ganz ohne Antrag.

Hinzu kommt die laufende Ersparnis: Jede selbst genutzte Kilowattstunde (kWh) Sonnenstrom ersetzt teuren Netzstrom. In der Regel lässt sich so ein erheblicher Teil des eigenen Strombedarfs decken, ein Batteriespeicher erhöht diesen Eigenverbrauchsanteil zusätzlich. Über die garantierte Laufzeit der Einspeisevergütung und die Stromkostenersparnis amortisiert sich eine PV-Anlage meist innerhalb von rund zehn bis zwölf Jahren — danach produziert sie viele weitere Jahre nahezu kostenlosen Strom.

Wertvolle Unterstützung bietet der Landkreis Günzburg über seine Solarkampagne: Das kostenlose Solarpotenzialkataster zeigt für jedes Dach den zu erwartenden Ertrag, und die ehrenamtlichen Solarbotschafterinnen und Solarbotschafter beraten unabhängig aus eigener Erfahrung. Das ersetzt zwar keinen Zuschuss, senkt aber das Risiko von Fehlplanungen spürbar.

So beantragen Sie die Förderung Schritt für Schritt

Da es in Günzburg keinen kommunalen PV-Zuschuss zu beantragen gibt, konzentriert sich der Weg auf Bundesförderung und gute Planung. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Dachpotenzial prüfen: Nutzen Sie das kostenlose Solarpotenzialkataster des Landkreises Günzburg und ziehen Sie bei Bedarf die Solarbotschafter zurate.
  2. Finanzierung klären — vor Auftragsvergabe: Falls Sie den KfW-Kredit 270 nutzen möchten, beantragen Sie diesen vor Vertragsabschluss über Ihre Hausbank. Das ist die universelle Regel: erst Förderung/Finanzierung sichern, dann den Auftrag erteilen.
  3. Angebote vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote von Fachbetrieben ein und achten Sie darauf, dass die Rechnung den Nullsteuersatz (0 % MwSt) korrekt ausweist.
  4. Anlage installieren & anmelden: Registrieren Sie die Anlage im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber — Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
  5. Steuerliche Vorteile nutzen: Die Einkommensteuerbefreiung greift automatisch für begünstigte Anlagen; bei Fragen hilft Ihre Steuerberatung.

Sollte die Stadt Günzburg künftig wieder ein eigenes PV-Programm auflegen, gilt dort fast immer: Antrag vor Auftragsvergabe stellen. Prüfen Sie das vor jeder Bestellung auf der offiziellen Seite der Stadt: guenzburg.de → Umwelt & Mobilität → Klimaschutz & Energie → Förderprogramme.

Sie möchten wissen, wie viel Ihre Solaranlage in Günzburg kosten würde und welche Förderungen Sie konkret kombinieren können? Die Expertinnen und Experten von hallo.solar beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich — von der Auslegung bis zur Förderung. Jetzt Beratung anfragen und Ihr persönliches Angebot sichern.

Angebot anfragen

Häufige Fragen (FAQ)

Beantworte uns ein
paar Fragen

Damit wir noch besser auf deine Bedürfnisse 
eingehen können