19 Jun 2026
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Welche Förderungen gibt es in Gelsenkirchen? (Überblick)

Die Stadt Gelsenkirchen fördert Photovoltaik seit 2021 über ein eigenes kommunales Programm. Wichtig ist die aktuelle Lage: Der Fördertopf für klassische Dach-PV-Anlagen ist Ende Januar 2026 ausgeschöpft, sodass derzeit keine neuen Anträge für Dachanlagen angenommen werden. Die Förderung für Stecker-Solargeräte (Balkonkraftwerke) läuft jedoch weiter. Ergänzend stehen Ihnen die bundesweiten Vorteile offen, die unabhängig von der Stadtkasse gelten. Die folgende Übersicht zeigt den Stand.

Stand Juni 2026: Ob und wann der Fördertopf für Dachanlagen erneut aufgestockt wird, ist nicht bekannt. Förderprogramme ändern sich häufig – maßgeblich ist stets die offizielle Auskunft der Stadt Gelsenkirchen.

So kombinieren Sie Stadt, Land & Bund

Nordrhein-Westfalen bietet derzeit kein eigenes landesweites PV-Zuschussprogramm für Privathaushalte mehr – das frühere Landesprogramm ist ausgelaufen. Umso wichtiger ist die Bundesebene, die in Gelsenkirchen ohnehin den größten Hebel darstellt. Diese Bausteine lassen sich wie stapelbare Rabatte verstehen, die die effektiven Kosten spürbar senken.

  • 0 % Mehrwertsteuer: Auf Kauf und Installation von PV-Anlagen und Speichern bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an – die stärkste Einzelersparnis von 19 %.
  • Einspeisevergütung (EEG): Für kleine Anlagen liegt sie bei rund 7,8 ct/kWh (Teileinspeisung). Die Sätze sinken halbjährlich leicht. Eine EEG-Reform wird diskutiert, die die feste Vergütung für neue Anlagen bis 25 kWp zugunsten der Direktvermarktung ablösen könnte – Status beobachten.
  • KfW-Kredit 270: Zinsgünstiger Kredit für PV, Speicher und Wallbox, beantragt über Ihre Hausbank.
  • Einkommensteuer: Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind steuerfrei.
  • Solardachpflicht NRW: Seit Januar 2026 gilt bei Dachsanierungen an Wohngebäuden in NRW eine PV- bzw. Solarthermie-Pflicht – ein guter Anlass, gleich wirtschaftlich zu planen.

Das kommunale Förderprogramm im Detail

Das Förderprogramm der Stadt Gelsenkirchen bezuschusst den Erwerb, die Installation und die Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen sowie von Stecker-Solargeräten im Stadtgebiet. Für die Dachanlagen galten zuletzt nach Leistung (kWp = Kilowatt-Peak, die Nennleistung der Anlage) gestaffelte Pauschalen: 750 € bis 5 kWp, 1.000 € zwischen 5 und 10 kWp sowie 100 € je kWp ab 10 kWp, gedeckelt auf maximal 4.000 € je Anlage. Diese Dachförderung ist seit Ende Januar 2026 ausgesetzt, weil die Haushaltsmittel aufgebraucht sind.

Weiterhin aktiv ist die Förderung für Stecker-Solargeräte: 100 € für Geräte bis 400 Watt Wechselrichter-Abgabeleistung und 200 € für leistungsstärkere Geräte. Diese Richtlinie ist befristet bis zum 13. Dezember 2026. Eine Besonderheit gilt bei gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung oder Mieterstrom nach § 42 EnWG: Hier verdoppeln sich die Förderquoten, maximal werden 8.000 € je Anlage und Gebäude gewährt. Die Kombination mit dem kommunalen Programm zur Dach- und Fassadenbegrünung ist ausdrücklich erwünscht.

So beantragen Sie die Förderung Schritt für Schritt

Bei den Förderprogrammen gilt eine wichtige Besonderheit, die Gelsenkirchen von vielen anderen Städten unterscheidet: Der Antrag wird erst nach Installation und Inbetriebnahme gestellt. Maßgeblich ist die Anmeldung im Marktstammdatenregister, die ab dem 1. Januar 2024 erfolgt sein muss. Bei Bundesförderungen wie dem KfW-Kredit gilt hingegen die umgekehrte Regel.

  1. Prüfen Sie den aktuellen Status des kommunalen Programms direkt bei der Stadt (für Dachanlagen derzeit pausiert).
  2. Für KfW-Kredit 270: Antrag vor Auftragsvergabe über Ihre Hausbank stellen – niemals vorher beauftragen.
  3. Anlage bzw. Stecker-Solargerät installieren und in Betrieb nehmen.
  4. Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden.
  5. Kommunalen Förderantrag (Stecker-Solar) nach Inbetriebnahme beim Referat Umwelt der Stadt Gelsenkirchen einreichen.

Für den KfW-Kredit gilt die universelle Regel: Antrag immer vor Vertragsabschluss. Beim kommunalen Programm ist es in Gelsenkirchen genau andersherum – hier wird nach Inbetriebnahme beantragt.

Sie möchten wissen, welche Förderungen für Ihr Dach in Gelsenkirchen konkret in Frage kommen und wie viel Sie sparen können? Die Expertinnen und Experten von hallo.solar beraten Sie persönlich und unverbindlich – jetzt kostenloses Angebot anfordern.

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