31 May 2026
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Welche Förderungen gibt es in Frankfurt? (Überblick)

Frankfurt am Main gehört zu den Städten mit einer der attraktivsten kommunalen Förderungen Hessens. Über den „Klimabonus" bezuschusst die Stadt neue Solaranlagen, Batteriespeicher und Ladepunkte mit festen Prozentsätzen. Hinzu kommen bundesweite Vorteile wie die 0 % Mehrwertsteuer (MwSt) und der KfW-Kredit. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Bausteine zusammen.

Stand Mai 2026. Die kommunale Förderung ist budgetabhängig und kann sich kurzfristig ändern; einzelne Fördergegenstände können ausgeschöpft sein. Maßgeblich ist immer die offizielle Information der Stadt Frankfurt unter frankfurt.de.

So kombinieren Sie Stadt, Land und Bund

Den größten Hebel liefert der Bund. Seit 2023 gilt für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen und Speichern bis 30 kWp (Kilowatt peak, das Maß für die Anlagenleistung) auf Wohngebäuden ein Mehrwertsteuersatz von 0 % — das spart sofort 19 %. Für eingespeisten Strom zahlt das EEG aktuell rund 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung (Anlagen bis 10 kWp), garantiert für 20 Jahre. Einkünfte aus Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei, und der KfW-Kredit 270 finanziert das Vorhaben zinsgünstig über Ihre Hausbank.

Wichtig: Ein Referentenentwurf des Bundes (Stand Anfang 2026) sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 2027 abzuschaffen und durch marktorientierte Modelle zu ersetzen. Final beschlossen ist das noch nicht. Wer eine Anlage vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb nimmt, sichert sich nach aktuellem Stand die 20-jährige Vergütung.

Auf Landesebene bietet Hessen keine großen Direktzuschüsse, dafür aber über die WIBank ein zinsgünstiges Darlehen für PV-Anlagen auf selbst genutzten Wohngebäuden. Eine kostenlose Anlaufstelle ist zudem die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA Hessen) mit Solarkataster und individueller Fördermittelberatung. Neu seit Juni 2026: Über das sogenannte Energy Sharing können Sie überschüssigen Solarstrom unbürokratischer mit Nachbarn im selben Netzgebiet teilen — das kann Ihre Anlage zusätzlich rentabler machen.

Der Frankfurter „Klimabonus" im Detail

Der Klimabonus ist das kommunale Flaggschiff-Programm und eine Erweiterung der älteren Richtlinie „Frankfurt frischt auf". Photovoltaik- und Solarthermieanlagen werden mit 20 % der förderfähigen Kosten bezuschusst — also Material- und Arbeitskosten von Planung bis Installation. Erfüllt Ihr Vorhaben die Anforderungen an ein Solar-Gründach (begrüntes Dach plus Solarmodule), steigt der Satz auf 30 %. Batteriespeicher und Ladesäulen fördert die Stadt mit 20 %, allerdings nur in Kombination mit einer PV-Anlage oder einem Solar-Gründach.

Was das konkret bedeutet: Kostet eine PV-Anlage mit Speicher rund 18.000 €, sind über den Klimabonus in der Regel etwa 3.600 € Zuschuss drin — zusätzlich zur ohnehin entfallenden Mehrwertsteuer. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Eigentümergemeinschaften, sofern die Maßnahme auf einem Frankfurter Grundstück umgesetzt wird. Pro Maßnahme sind in der Regel bis zu 50.000 € möglich. Der Klimabonus lässt sich mit anderen Programmen kombinieren, solange die gesamten Fördermittel 90 % der förderfähigen Ausgaben nicht übersteigen — die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bleibt dabei zulässig.

Für Mini-PV-Anlagen (Balkonkraftwerke) stehen derzeit keine weiteren Mittel zur Verfügung; dieser Fördertopf ist seit 2025 ausgeschöpft. Klassische Dachanlagen, Speicher und Wallboxen werden weiterhin gefördert. Eine erneute Öffnung ist möglich — ein regelmäßiger Blick auf die Programmseite lohnt sich.

So beantragen Sie die Förderung Schritt für Schritt

Der wichtigste Grundsatz gilt für alle Ebenen — Stadt, Land und Bund: Stellen Sie den Antrag immer, bevor Sie den Auftrag vergeben oder mit der Maßnahme beginnen. Wer zu früh startet, verliert den Anspruch.

  1. Solarpotenzial prüfen: Dachfläche, Ausrichtung und Verbrauch klären — etwa über das Solarkataster der LEA Hessen.
  2. Angebote einholen: Mehrere Angebote von Fachbetrieben vergleichen, inklusive Speicher und ggf. Wallbox.
  3. Klimabonus-Antrag stellen: Online über das Förderportal der Stadt Frankfurt mit E-Mail-Registrierung; Angaben zu Maßnahme und Kosten bereithalten.
  4. Bewilligung abwarten: Erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids den Auftrag erteilen.
  5. Bund & Land ergänzen: KfW-Kredit 270 vor Vertragsabschluss über die Bank beantragen, 0 % MwSt direkt mit dem Fachbetrieb klären.
  6. Umsetzen & abrechnen: Anlage installieren, im Marktstammdatenregister anmelden und Nachweise für die Auszahlung einreichen.

Sie möchten wissen, welche Förderung sich für Ihr Dach in Frankfurt konkret lohnt? Die Expertinnen und Experten von hallo.solar beraten Sie kostenlos, prüfen Ihre Fördermöglichkeiten und erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot. Jetzt unverbindlich anfragen und Ihr Solarprojekt starten.

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