31 May 2026
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Welche Förderungen gibt es in Düsseldorf? (Überblick)

Düsseldorf unterstützt den Ausbau von Solarstrom aktiv über das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf". Während viele Kommunen ihre Fördertöpfe gekürzt oder ausgesetzt haben, bleibt Düsseldorf großzügig. Das Programm ist modular aufgebaut: Sie erhalten eine kommunale Förderung für die PV-Anlage selbst, zusätzlich für den Batteriespeicher (Stromspeicher) und für ergänzende Komponenten wie Wallbox oder Balkonkraftwerk. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Bausteine im Überblick.

Stand: Mai 2026. Förderhöhen und Fristen ändern sich regelmäßig — maßgeblich ist stets die offizielle Richtlinie der Stadt Düsseldorf.

So kombinieren Sie Stadt, Land & Bund

Die kommunale Förderung lässt sich in der Regel mit Programmen von Land und Bund kombinieren — so summieren sich die Vorteile. Auf Bundesebene besonders relevant:

  • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlage und Speicher bis 30 kWp auf Wohngebäuden — die stärkste Einzelersparnis, da 19 % komplett entfallen.
  • Einspeisevergütung: seit dem 01.02.2026 rund 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung (Anlagen bis 10 kWp). Hinweis: Eine geplante EEG-Reform könnte die Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp künftig durch die Direktvermarktung ersetzen — der Status ist noch offen und sollte vor Vertragsabschluss geprüft werden.
  • KfW-Kredit 270: zinsgünstiges Darlehen für PV und Speicher, beantragt über Ihre Hausbank.
  • Einkommensteuer: Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind steuerfrei.

Auf Landesebene gibt es in NRW keinen pauschalen Zuschuss mehr für private Dach-PV. Für Speicher, Mieterstrom und besondere Anwendungen kann jedoch das Landesprogramm progres.nrw in Frage kommen. Eine frühzeitige Planung lohnt sich, um alle Töpfe gezielt zu verbinden.

Das Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten" im Detail

Mit diesem Programm verfolgt Düsseldorf das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden — und greift Eigentümerinnen, Mietern und kleinen Unternehmen dafür finanziell unter die Arme. Das Besondere ist die Struktur des Zuschusses: Pro installiertem Kilowattpeak (kWp, ein Maß für die Anlagenleistung) gibt es 200 €, dazu einen festen Grundbetrag von 1.000 €. Gefördert werden bereits Anlagen ab 1 kWp, sowohl Neuinstallationen als auch Erweiterungen.

Der Batteriespeicher wird mit 250 € je Kilowattstunde (kWh) Kapazität bezuschusst — bei einem gängigen 10-kWh-Speicher sind das also weitere 2.500 €. Wer Solarstrom selbst tanken möchte, erhält für die Wallbox 50 % der Kosten (max. 2.000 €), und auch das Balkonkraftwerk wird mit bis zu 600 € unterstützt. Kombinieren Sie Ihre PV-Anlage mit einer Wärmepumpe, kann zusätzlich eine Innovationsförderung gewährt werden. Zuständig für die Bearbeitung ist das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Seit dem 01.01.2026 gilt in NRW eine Solarpflicht bei Dachsanierungen und Neubauten. Wer ohnehin saniert, kann die Düsseldorfer Förderung nutzen, um diese Pflicht kosteneffizient umzusetzen.

So beantragen Sie die Förderung Schritt für Schritt

Der wichtigste Grundsatz vorweg: Stellen Sie den Antrag immer vor der Auftragsvergabe. Anlagen, die bereits vor Bekanntgabe der Fördernummer beauftragt wurden, werden nicht gefördert.

  1. Förderfähiges Angebot einholen — von einem zertifizierten Fachbetrieb, mit Einzelpreisen für PV, Speicher und Zubehör.
  2. Antrag stellen beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz über die offiziellen Formulare (online unter duesseldorf.de/klimafreundlichwohnen).
  3. Fördernummer abwarten — erst nach deren Bekanntgabe dürfen Sie den Auftrag erteilen.
  4. Anlage installieren und die Maßnahme fachgerecht umsetzen lassen.
  5. Verwendungsnachweis einreichen mit Schlussrechnung und Nachweisen zur Auszahlung des Zuschusses.

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