26 May 2026
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Welche Förderungen gibt es in Berlin? (Überblick)

Die zentrale kommunale Förderung ist das Landesprogramm SolarPLUS, umgesetzt durch die Investitionsbank Berlin (IBB) bzw. die IBB Business Team GmbH. Seit dem 8. Januar 2026 ist das Programm neu strukturiert und unterscheidet nicht mehr nach einzelnen Modulen, sondern nach Projektgröße:

SolarPLUS S – für Eigenheime, also Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser.

SolarPLUS L – für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Industrie und weitere Nichtwohngebäude.

Für die meisten privaten Hausbesitzer:innen in Berlin ist SolarPLUS S relevant. Hier ein Überblick über die aktuellen Bausteine und Beträge:

kWp (Kilowatt-Peak) ist die Maßeinheit für die Spitzenleistung einer Solaranlage – je mehr kWp, desto mehr Strom kann die Anlage erzeugen.

Stand: Mai 2026. Förderprogramme können sich kurzfristig ändern, Fördertöpfe sind begrenzt und werden im Jahresverlauf erfahrungsgemäß ausgeschöpft. Maßgeblich ist immer die offizielle Förderrichtlinie der IBB unter ibb-business-team.de/solarplus.

Wichtig zu wissen: Mit der Neustrukturierung 2026 hat Berlin den separaten Zuschuss für Steckersolargeräte (Balkonkraftwerke) eingestellt – nach Einschätzung des Senats sind diese Geräte wegen gesunkener Preise inzwischen auch ohne Zuschuss wirtschaftlich. Auch eine eigenständige Wallbox-Förderung ist im S-Programm nicht mehr enthalten. Wenn Sie noch ältere Übersichten finden, die hier Beträge nennen, beziehen sich diese in der Regel auf die ausgelaufene Vorgängerstruktur.

So kombinieren Sie die Berlin-Förderung mit Bund & Land

Die kommunale Förderung ist nur ein Baustein. Bundesweit kommen mehrere Vorteile hinzu, die sich mit SolarPLUS kombinieren lassen – stellen Sie sich diese Quellen wie mehrere stapelbare Rabatt-Gutscheine vor, die die effektiven Kosten Ihrer Anlage in der Regel um rund 25–40 % senken können.

Mehrwertsteuer 0 %

Für Photovoltaik-Anlagen und Speicher bis 30 kWp auf bzw. an Wohngebäuden gilt der Nullsteuersatz. Das spart Ihnen die kompletten 19 % auf Anschaffung und Installation – die mit Abstand größte Einzelersparnis und unabhängig von Berlin.

Einspeisevergütung

Für Strom, den Sie ins Netz einspeisen, erhalten Sie eine gesetzlich garantierte Vergütung. Aktuell liegt sie für Anlagen bis 10 kWp bei rund 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. rund 12,34 ct/kWh (Volleinspeisung); die Sätze werden halbjährlich leicht angepasst. Wichtig: Eine EEG-Reform ist konkret in Vorbereitung – die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp soll voraussichtlich zum 1. Januar 2027 entfallen und durch marktorientierte Modelle (Direktvermarktung) ersetzt werden. Wer sich die garantierte Vergütung über 20 Jahre sichern möchte, sollte die Inbetriebnahme daher nicht unnötig hinauszögern.

KfW-Kredit 270

Der zinsgünstige Kredit „Erneuerbare Energien – Standard (270)" finanziert Photovoltaik und Speicher und wird über Ihre eigene Hausbank beantragt.

Einkommensteuer

Einnahmen aus Photovoltaik-Anlagen bis 30 kWp sind steuerfrei – das vereinfacht die Sache erheblich.

Mieterstromzuschlag

Für an Mieter:innen gelieferten Solarstrom gibt es einen Zuschlag von rund 2 ct/kWh – relevant vor allem bei Mehrfamilienhäusern (dann meist im Zusammenspiel mit SolarPLUS L).

Auf Landesebene bietet Berlin über SolarPLUS hinaus keine zweite, separate Zuschussschiene für private PV-Anlagen – die kommunale und die Landesebene fallen hier praktisch zusammen, was die Sache übersichtlich macht.

Das Berliner Flaggschiff: SolarPLUS im Detail

SolarPLUS ist Teil des Berliner Masterplans Solarcity, mit dem mindestens ein Viertel des Berliner Strombedarfs künftig aus Solarenergie gedeckt werden soll. Das Programm gewährt nicht rückzahlbare Zuschüsse – also echtes Geld, das Sie nicht zurückzahlen müssen.

Für private Eigentümer:innen ist die Kombination aus PV-Anlage mit Batteriespeicher der Kern: Sie erhalten eine Pauschale je kWp installierter Leistung, Voraussetzung ist ein Speicher. Wer zusätzlich seinen Zählerschrank ertüchtigen muss – in Berliner Altbauten häufig der Fall – kann die Pauschale von 750 € obendrauf beantragen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kommt der Bonus für die denkmalgerechte Ausführung hinzu.

Antragsberechtigt sind in der Regel Eigentümer:innen und Nutzungsberechtigte der jeweiligen Gebäude. Die Bearbeitungszeit liegt erfahrungsgemäß bei einigen Wochen – ein Grund mehr, den Antrag frühzeitig zu stellen, solange die Mittel für das laufende Haushaltsjahr verfügbar sind. Ob und wie lange das Programm im jeweiligen Jahr läuft, ist abhängig vom Haushalt der Stadt bzw. des Landes Berlin.

So beantragen Sie die Förderung in Berlin (Schritt für Schritt)

Bei der Antragstellung gilt eine universelle, kritische Regel: Stellen Sie den Antrag, bevor Sie den Auftrag vergeben oder mit der Maßnahme beginnen. Wer bereits einen Installationsvertrag unterschrieben oder das Projekt gestartet hat, verliert in der Regel den Anspruch auf Förderung.

  1. Beratung und Angebot einholen. Lassen Sie Ihr Dach prüfen und ein konkretes Angebot mit Leistung (kWp), Speicher und Einzelpreisen erstellen – das brauchen Sie für die Förderhöhe.
  2. Förderhöhe ermitteln. Gleichen Sie die Bausteine (PV mit Speicher, ggf. Zählerschrank, ggf. Denkmal) mit der aktuellen Förderrichtlinie ab.
  3. Antrag online stellen – vor Auftragsvergabe. Reichen Sie den Antrag über das Portal der IBB Business Team GmbH ein. Die Antragstellung ist kostenlos und unverbindlich.
  4. Bestätigung abwarten. Beginnen Sie mit der Umsetzung erst, wenn Ihnen die Eingangsbestätigung bzw. Bewilligung vorliegt.
  5. Anlage installieren und in Betrieb nehmen. Lassen Sie Ihre PV-Anlage fachgerecht montieren und anschließen.
  6. Nachweise einreichen. Reichen Sie nach der Inbetriebnahme fristgerecht die geforderten Unterlagen ein (z. B. Inbetriebnahmeprotokoll und Rechnungen). Danach erfolgt die Auszahlung.

Kurzer Gedanke zwischendurch: Ob SolarPLUS S, ein Speicher-Setup oder eine denkmalgerechte Lösung – welche Bausteine sich für Ihr Dach rechnen, lässt sich am besten an einem konkreten Angebot ablesen. Eine unverbindliche Einschätzung erhalten Sie jederzeit über hallo.solar.

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