Was kostet eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe kostet in der Anschaffung deutlich mehr als eine Gasheizung, im Betrieb aber meist weniger. Wie viel du am Ende zahlst, hängt von der Bauart, deinem Haus und der Förderung ab. Hier findest du Marktpreise, unsere echten Paketpreise, den Eigenanteil nach Förderung und die laufenden Kosten im Vergleich.

Geschrieben von
Viktor Wiebe

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Einbau kostet eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 50.000 Euro, Luft-Wasser-Geräte liegen am unteren Ende.
  • Unsere Pakete kosten laut aktueller Angebotsliste rund 27.800 bis 37.400 Euro.
  • Nach der Förderung bleibt deutlich weniger: Bei 46 % Zuschuss zahlst du für unser kleinstes Paket rund 15.000 Euro selbst, bei 80 % rund 5.600 Euro.
  • Im Betrieb ist die Wärmepumpe meist günstiger: In unserem Beispiel rund 1.400 Euro Strom im Jahr statt 2.200 Euro für Gas.
  • Erdwärme und Altbau kosten extra: Bohrungen schlagen mit 8.000 bis 16.000 Euro zu Buche, Arbeiten an Heizkörpern und Elektrik mit 5.000 bis 20.000 Euro.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Laut ADAC liegen die Gesamtkosten für eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus meist zwischen 20.000 und 50.000 Euro (Stand: Sommer 2026). Der Preis setzt sich aus mehreren Blöcken zusammen:

Kostenblock Luft-Wasser Erdwärme (Sole)
Gerät 8.000–16.000 € 10.000–18.000 €
Einbau und Material 7.000–15.000 € 7.000–15.000 €
Erschließung entfällt 3.000–16.000 €
Zusatzarbeiten im Altbau 5.000–20.000 € 5.000–20.000 €

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Quelle: ADAC, Stand Sommer 2026. Erschließung: Flächenkollektor 3.000–10.000 €, Tiefenbohrung 8.000–16.000 €. Zusatzarbeiten: zum Beispiel Heizkörper, hydraulischer Abgleich, Elektrik.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist am günstigsten, weil sie keine Bohrung braucht. Sie holt die Wärme aus der Außenluft und ist deshalb die häufigste Wahl im Einfamilienhaus. Eine Erdwärmepumpe arbeitet effizienter, kostet aber durch die Erschließung der Wärmequelle deutlich mehr. Bei einer Tiefenbohrung rechnet der ADAC mit 8.000 bis 16.000 Euro, bei Flächenkollektoren mit 3.000 bis 10.000 Euro.

Unsere Preise: Was eine Wärmepumpe bei hallo.solar kostet

Wir arbeiten mit festen Paketen. Die Preise in der Tabelle sind Endpreise aus unserer aktuellen Angebotsliste (Stand: November 2026).

Heizleistung Preis
6 kW 31.500 €
8 kW 32.000 €
10 kW 33.000 €
12 kW 27.800 bis 33.500 €
16 kW 29.500 bis 34.500 €
19 bis 20 kW 31.300 bis 37.400 €

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Gerundete Endpreise laut Angebotsliste von hallo.solar, Stand: November 2026. Die Spanne hängt vom Gerät und von der Zahl der Heizkreise ab. Preise vor Abzug der Förderung.

Der Preis hängt weniger von der Leistung ab als vom Gerät und davon, ob du einen oder zwei Heizkreise brauchst. Wie unser Wärmepumpen-System mit Service funktioniert, liest du im Beitrag Wärmepumpen mit System und Service. Auf die Wärmepumpe fällt anders als bei Solaranlagen die volle Mehrwertsteuer von 19 % an.

Ein Heizkreis oder zwei?

Ein Heizkreis versorgt alle Heizflächen mit derselben Temperatur. Hast du zum Beispiel Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper im Obergeschoss, brauchen beide oft unterschiedliche Temperaturen. Dann ist ein zweiter Heizkreis nötig, was etwas mehr Technik und einen höheren Preis bedeutet.

Welche Leistung brauchst du?

Die richtige Größe ergibt sich aus der Heizlast deines Hauses, nicht aus der Wohnfläche allein. Eine zu große Wärmepumpe kostet mehr, schaltet häufiger an und aus und arbeitet weniger effizient. Eine zu kleine braucht an kalten Tagen den elektrischen Heizstab. Lass die Heizlast deshalb vor dem Kauf berechnen.

Was in einem guten Angebot stehen sollte

Angebote für Wärmepumpen sind schwer zu vergleichen, weil jeder Betrieb anders zählt. Prüfe, ob diese Posten enthalten sind:

  • Gerät mit Datenblatt: inklusive Schallleistungspegel, wichtig für Förderung und Nachbarn.
  • Warmwasser- und Pufferspeicher, falls nötig.
  • Aufstellung: Fundament oder Konsole für das Außengerät, Leitungen ins Haus.
  • Hydraulik und Elektrik: Anschluss an das Heizsystem, Arbeiten am Zählerschrank.
  • Hydraulischer Abgleich: Er ist Voraussetzung für die Förderung.
  • Abbau der alten Heizung und gegebenenfalls des Öltanks.
  • Inbetriebnahme und Einweisung.
  • Unterlagen für die Förderung, vor allem die Bestätigung zum Antrag.

Was bleibt nach der Förderung übrig?

Die KfW fördert die Wärmepumpe mit 30 bis 80 % von höchstens 28.000 Euro förderfähigen Kosten. Selbst nutzende Eigentümer, die eine alte Öl- oder Gasheizung austauschen, kommen meist auf 46 %. So sieht der Eigenanteil für zwei unserer Pakete aus:

Fördersatz Paket für 27.800 € Paket für 33.000 €
30 % (Grundförderung) 19.500 € 24.600 €
46 % (mit Klimabonus) 15.000 € 20.100 €
70 % 8.300 € 13.400 €
80 % 5.600 € 10.600 €

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Eigenanteil gerundet. Die KfW fördert höchstens 28.000 € Kosten. Anträge bis 31.01.2027, Stand: November 2026.

Bei teureren Paketen steigt der Eigenanteil stärker, weil die KfW nur bis 28.000 Euro fördert. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt diese Grenze alle sechs Monate um 750 Euro, und der Klimabonus wird kleiner. Wer bald tauscht, zahlt also weniger selbst. Wie sich die Förderung zusammensetzt und wie der Antrag läuft, erklärt unser Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Laufende Kosten: Strom und Wartung

Der größte laufende Posten ist der Strom. Der ADAC nennt für ein Einfamilienhaus 750 bis 1.600 Euro im Jahr, je nach Strompreis, Dämmung und Effizienz. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sagt, wie viel Wärme die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom macht. Luft-Wasser-Wärmepumpen in bestehenden Häusern erreichen im Schnitt 3,4 (Fraunhofer ISE).

Ein Vergleich für ein Haus, das bisher 20.000 kWh Gas im Jahr verbraucht, also rund 18.000 kWh Wärme braucht:

Heizung Verbrauch Kosten pro Jahr
Gasheizung 20.000 kWh Gas 2.220 €
Wärmepumpe, JAZ 3,0 6.000 kWh Strom 1.580 €
Wärmepumpe, JAZ 3,4 5.300 kWh Strom 1.411 €
Wärmepumpe, JAZ 4,0 4.500 kWh Strom 1.220 €

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Haus mit rund 18.000 kWh Wärmebedarf. Gas: BDEW-Durchschnitt 2026 für Einfamilienhäuser, 11,10 ct/kWh. Wärmepumpentarif: 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis (Verbraucherzentrale NRW). Ohne Wartung, Stand: November 2026.

Mit einem eigenen Wärmepumpentarif sparst du in diesem Beispiel rund 800 Euro im Jahr. Den günstigeren Strom bekommst du, weil Netzbetreiber Wärmepumpen bei Überlastung kurz drosseln dürfen (§ 14a Energiewirtschaftsgesetz) und dafür ein geringeres Netzentgelt berechnen. Noch günstiger wird es mit eigenem Solarstrom, wie unser Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik zeigt.

Die Wartung ist laut ADAC günstiger als bei anderen Heizungen. Es gibt keine Verbrennung, deshalb entfallen auch Schornsteinfeger und Abgasmessung.

Ab wann rechnet sich eine Wärmepumpe?

Der ADAC rechnet so: Investition nach Förderung geteilt durch die jährliche Ersparnis bei den Heizkosten. Meist hat sich eine Wärmepumpe nach 7 bis 15 Jahren bezahlt gemacht.

Ein Beispiel: Mit 46 % Förderung kostet dich unser kleinstes Paket rund 15.000 Euro. Eine neue Gasheizung kostet laut co2online 6.000 bis 9.000 Euro für den Wärmeerzeuger. Die Mehrkosten von 6.000 bis 9.000 Euro holst du bei 800 Euro Ersparnis im Jahr nach etwa 7 bis 11 Jahren wieder rein.

Dazu kommt der CO2-Preis auf Gas und Öl. Er liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, und der Bundestag hat diesen Rahmen im Oktober 2026 auch für 2027 beschlossen. Ab 2028 gilt der europäische Emissionshandel, dann ohne festen Preisrahmen. Mit einer Wärmepumpe bist du davon unabhängig.

Eine Wärmepumpe lohnt sich am schnellsten, wenn du ohnehin tauschen musst, eine alte Öl- oder Gasheizung hast und den Klimabonus bekommst. Dann ist der Abstand zu einer neuen Gasheizung nach der Förderung am kleinsten.

Luft-Wasser oder Erdwärme: Was rechnet sich?

Erdwärmepumpen arbeiten effizienter: Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten sie im Bestand eine Jahresarbeitszahl von 4,3, Luft-Wasser-Geräte 3,4. Dafür kostet die Bohrung 8.000 bis 16.000 Euro und braucht eine Genehmigung. In unserem Beispiel mit 18.000 kWh Wärme spart die höhere Effizienz rund 270 Euro Strom im Jahr. Mehrkosten von 8.000 Euro und mehr holst du so erst nach vielen Jahren wieder rein. Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe deshalb die wirtschaftlichere Wahl.

So sparst du bei den Kosten

  • Förderung zuerst: Unterschreibe nur einen Vertrag, der an die Förderzusage geknüpft ist, und beginne erst nach dem Antrag.
  • Früh beantragen: Anträge bis 31. Januar 2027 bekommen noch 16 % Klimabonus und bis zu 28.000 Euro förderfähige Kosten.
  • Richtig dimensionieren: Eine Heizlastberechnung verhindert, dass du für zu viel Leistung zahlst.
  • Vorlauftemperatur senken: Jedes Grad weniger spart laut Verbraucherzentrale Hamburg rund 4 % Strom.
  • Stromtarif prüfen: Ein Wärmepumpentarif oder das reduzierte Netzentgelt nach § 14a spart jedes Jahr Geld.
  • Solarstrom nutzen: Jede kWh vom eigenen Dach ist günstiger als Netzstrom.

Unser Fazit

Eine Wärmepumpe kostet mit Einbau meist 20.000 bis 50.000 Euro, unsere Pakete liegen bei rund 27.800 bis 37.400 Euro. Nach der Förderung bleibt oft nur die Hälfte oder weniger, und im Betrieb sparst du gegenüber Gas meist mehrere Hundert Euro im Jahr. Ob dein Haus für eine Wärmepumpe bereit ist, prüfst du mit unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau. Alle Geräte und Leistungen findest du auf unserer Seite zur Wärmepumpe.

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