Photovoltaik Kosten 2026: Was eine Solaranlage wirklich kostet

Eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher kostet bei uns 2026 zwischen 13.145 und 26.800 Euro – komplett mit Gerüst, Montage und Installation. In diesem Ratgeber zeigen wir dir unsere echten Preise, was ein Kilowatt-Peak kostet, wie viel der Speicher ausmacht und nach wie vielen Jahren sich deine Anlage rechnet

Geschrieben von
Viktor Wiebe

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Komplettanlage mit Stromspeicher kostet bei hallo.solar 2026 zwischen 13.145 € (4,75 kWp) und 26.800 € (20,9 kWp) – inklusive Gerüst, Montage und Installation.
  • Für ein typisches Einfamilienhaus mit 9,5 kWp und Speicher zahlst du 16.538 bis 18.265 €.
  • Je größer die Anlage, desto günstiger das Kilowatt-Peak: von rund 2.800 €/kWp bei kleinen bis rund 1.300 €/kWp bei großen Anlagen.
  • Ein größerer Speicher kostet wenig Aufpreis: 15,36 statt rund 6 kWh gibt es schon ab etwa 400 € mehr.
  • Auf Anlagen bis 30 kWp zahlst du 0 % Mehrwertsteuer und keine Einkommensteuer auf den Solarstrom.
  • Bei Inbetriebnahme 2026 rechnet sich eine typische Anlage nach rund 11 bis 14 Jahren – je nachdem, wie viel Strom du selbst verbrauchst.

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?

Eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher kostet 2026 je nach Größe zwischen rund 13.000 und 27.000 Euro. Die Tabelle zeigt unsere echten Komplettpreise für Einfamilienhäuser. Darin sind Module, Wechselrichter, Speicher, Gerüst, Montage und Installation bereits enthalten.

Die Spanne pro Zeile ergibt sich aus den Systemen, die wir verbauen: SigEnergy, Huawei, SMA, Q-Cells und Kostal-Dyness. Die meisten Pakete haben einen Speicher mit 6 bis 6,9 kWh, Kostal-Dyness mit 15,36 kWh.

Anlagengröße Module (475 Wp) Komplettpreis mit Speicher Preis pro kWp
4,75 kWp 10 13.145 – 14.416 € 2.767 – 3.035 €
7,6 kWp 16 15.426 – 16.865 € 2.030 – 2.219 €
9,5 kWp 20 16.538 – 18.265 € 1.741 – 1.923 €
11,4 kWp 24 18.105 – 19.893 € 1.588 – 1.745 €
14,25 kWp 30 20.539 – 21.607 € 1.441 – 1.516 €
19 kWp 40 24.271 – 25.281 € 1.277 – 1.331 €

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Preisstand Oktober 2026, Endpreise inkl. 0 % MwSt. Speicher 6–6,9 kWh, Kostal-Dyness 15,36 kWh.

Was kostet Photovoltaik pro kWp?

Mit Speicher kostet ein Kilowatt-Peak bei uns zwischen rund 1.280 und 3.040 Euro. Der Preis pro kWp sinkt deutlich, je größer die Anlage ist.

Der Grund liegt im Aufbau des Preises. Ein Teil fällt bei jeder Anlage gleich an: Speicher, Wechselrichter, Gerüst, Elektroinstallation und Anmeldung. In unserer Preisliste sind das rund 9.900 Euro. Jedes weitere Modul erhöht den Paketpreis dann im Schnitt nur noch um etwa 370 Euro, also rund 780 Euro pro zusätzlichem kWp.

Deshalb lohnt es sich meist, das Dach so gut wie möglich zu nutzen. Der Schritt von 16 auf 24 Module kostet bei uns rund 2.700 bis 3.000 Euro mehr – dafür erzeugt die Anlage rund 50 % mehr Strom.

Zum Vergleich: Ohne Speicher nennen Marktübersichten 2026 im Schnitt rund 1.015 Euro pro kWp (42watt, nach Fraunhofer ISE). Mit Speicher liegen Komplettanlagen am Markt für 10 bis 15 kWp meist bei 17.000 bis 23.000 Euro. Unsere Pakete in dieser Größe kosten 17.360 bis 21.607 Euro.

Je größer die Anlage, desto günstiger das kWp

Preis pro Kilowatt-Peak (€/kWp) für Komplettanlagen mit Speicher.

Ab-Preis Spanne bis zum Höchstpreis

Preisstand Oktober 2026, Endpreise inkl. 0 % MwSt. Dein genauer Preis hängt von Dach, Zählerschrank und Speichergröße ab.

Warum Solarmodule heute so günstig sind

Die Module selbst sind nur noch ein kleiner Teil des Preises. Im Großhandel kosten sie aktuell rund 0,13 Euro pro Watt – 2017 waren es noch 0,42 Euro (pvXchange via Solarserver). Für eine 9,5-kWp-Anlage sind das heute rund 1.240 Euro Modulkosten. Den größeren Teil machen Speicher, Wechselrichter, Gerüst und die Arbeit von Dachdeckern und Elektrikern aus.

So haben sich die Modulpreise entwickelt

Preis pro Watt (€/Wp) · Mainstream-Module im Großhandel · Septemberwerte 2017–2026.

Reine Modulpreise, ohne Wechselrichter, Speicher und Montage. Septemberwerte, keine Jahresdurchschnitte. Die Definition der Kategorie Mainstream wurde im Zeitverlauf angepasst.
Quelle: Solarserver / pvXchange · Datenstand: September 2026.

Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus mit drei bis vier Personen zahlst du für eine Anlage mit Speicher meist 15.400 bis 18.300 Euro. Die passende Größe hängt vor allem von deinem Stromverbrauch ab – und davon, ob ein E-Auto oder eine Wärmepumpe dazukommt.

Haushalt Stromverbrauch pro Jahr Passende Anlagengröße Komplettpreis mit Speicher
1–2 Personen ca. 2.500 kWh 4,75 – 5,7 kWp (10–12 Module) 13.145 – 15.128 €
3–4 Personen ca. 4.000 kWh 7,6 – 9,5 kWp (16–20 Module) 15.426 – 18.265 €
4 Personen mit E-Auto ca. 6.500 kWh 11,4 – 12,35 kWp (24–26 Module) 18.105 – 20.637 €
mit E-Auto und Wärmepumpe ab ca. 9.000 kWh 14,25 – 19 kWp (30–40 Module) 20.539 – 25.281 €

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Ein Modul mit 475 Wp braucht rund 2 m² Dachfläche. Für 20 Module brauchst du also etwa 40 m² gut ausgerichtete Fläche.

Unser Tipp: Plane eher etwas größer. Ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kommt oft ein paar Jahre später dazu. Jedes zusätzliche Modul erhöht unseren Paketpreis bei der Erstmontage im Schnitt nur um rund 370 Euro – eine spätere Erweiterung ist deutlich teurer, weil Gerüst und Elektrik noch einmal anfallen. Wie fertige Anlagen in deiner Region aussehen, zeigen unsere Referenzen.

Was kostet ein Stromspeicher für Photovoltaik?

In allen unseren Paketen für Einfamilienhäuser ist ein Stromspeicher bereits enthalten. Ein größerer Speicher kostet dabei erstaunlich wenig Aufpreis.

  • 6 bis 6,9 kWh: Standard in den meisten Paketen (SigEnergy, Huawei, SMA, Q-Cells).
  • 10 kWh: Bei SigEnergy kostet der Schritt von 6 auf 10 kWh nur 684 Euro mehr (20 Module: 17.720 statt 17.036 Euro).
  • 15,36 kWh: Das Kostal-Dyness-System mit großem Speicher kostet je nach Anlagengröße nur rund 400 bis 1.100 Euro mehr als vergleichbare Pakete mit rund 6 kWh.

Ein größerer Speicher lohnt sich vor allem, wenn du abends und nachts viel Strom brauchst – zum Beispiel für ein E-Auto oder eine Wärmepumpe. Ab 2027 wird das noch wichtiger: Nach dem aktuellen Gesetzentwurf sinkt die Vergütung für eingespeisten Strom bei neuen Anlagen deutlich. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dagegen rund 37 Cent.

Einen Speicher später nachzurüsten ist in der Regel teurer, weil Montage und Elektrik ein zweites Mal anfallen. Wenn du unsicher bist, plane ihn gleich mit ein.

Wofür du bezahlst – und was noch dazukommen kann

In unseren Komplettpreisen ist alles enthalten, was eine fertige Anlage braucht. Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn am Haus etwas angepasst werden muss oder du Extras möchtest.

Im Komplettpreis enthalten:

  • Solarmodule mit 475 Wp und Montagesystem
  • Wechselrichter und Stromspeicher
  • Gerüst, Montage auf dem Dach und Elektroinstallation
  • Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister

Mögliche Zusatzkosten:

  • Zählerschrank: Ältere Zählerschränke entsprechen oft nicht mehr den aktuellen Vorgaben und müssen erneuert werden. Ob das bei dir nötig ist, prüfen wir beim Vor-Ort-Termin.
  • Wallbox: Eine Wallbox für dein E-Auto kostet bei uns inklusive Installation 1.347 bis 3.270 Euro, je nach Modell.
  • Dach: Muss das Dach vor der Montage saniert werden, ist das der richtige Zeitpunkt – später müssten die Module dafür wieder abgebaut werden.

Laufende Kosten

Nach der Installation fallen nur geringe laufende Kosten an: Versicherung, gelegentliche Wartung und gegebenenfalls Zählergebühren. Marktübersichten rechnen mit rund 200 bis 300 Euro pro Jahr (42watt). Eine regelmäßige Reinigung ist bei normal geneigten Dächern meist nicht nötig, weil der Regen den größten Teil erledigt.

Rechnet sich eine Photovoltaikanlage? Ein Rechenbeispiel

Eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus hat sich bei Inbetriebnahme 2026 nach rund 11 bis 14 Jahren bezahlt. Je mehr Solarstrom du selbst verbrauchst, desto schneller geht es.

Annahmen: 950 kWh Ertrag pro kWp und Jahr, Strompreis 37 ct/kWh (BDEW, 08/2026), laufende Kosten 200 Euro pro Jahr, keine Strompreissteigerung.

Vergleich Familie, 4.000 kWh Familie mit E-Auto, 6.500 kWh
Anlage 9,5 kWp + 6 kWh Speicher 11,4 kWp + 6 kWh Speicher
Komplettpreis 17.333 € 19.509 €
Selbst verbrauchter Solarstrom 2.600 kWh = 962 € Ersparnis 3.900 kWh = 1.443 € Ersparnis
Einspeisung (Inbetriebnahme 2026) 6.425 kWh = 495 € 6.930 kWh = 525 €
Vorteil pro Jahr nach laufenden Kosten 1.257 € 1.768 €
Amortisation ca. 14 Jahre ca. 11 Jahre

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Über 20 Jahre spart die Familie im ersten Beispiel rund 25.000 Euro – also rund 7.800 Euro mehr, als die Anlage gekostet hat. Steigt der Strompreis, wird das Ergebnis besser.

Was ändert sich für Anlagen ab 2027?

Nach dem aktuellen Gesetzentwurf (EEG 2027) bekommen neue Anlagen keine feste Einspeisevergütung für 20 Jahre mehr. Stattdessen gibt es zunächst eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate, danach wird der Strom über einen Direktvermarkter verkauft. In unserem Beispiel verlängert sich die Amortisation damit auf rund 16 bis 18 Jahre ohne E-Auto und rund 12 bis 13 Jahre mit E-Auto.

Die Abstimmung im Bundestag ist für November 2026 geplant, Änderungen sind noch möglich. Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, behalten nach dem Entwurf die heutige Vergütung für 20 Jahre. Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald das Gesetz beschlossen ist. Was du tun kannst, wenn deine Vergütung ausläuft, erklären wir im Artikel EEG-Vergütung läuft aus – was tun?

Stand: 30.10.2026

Förderung und Steuern: So sinken die Kosten

Den größten Vorteil hast du bereits beim Kauf: Auf Photovoltaikanlagen bis 30 kWp fällt keine Mehrwertsteuer an. Dazu kommen Steuerfreiheit im Betrieb, günstige Kredite und die Einspeisevergütung.

  • 0 % Mehrwertsteuer: Für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage bei Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden. Alle Preise in diesem Ratgeber sind bereits Endpreise.
  • Keine Einkommensteuer: Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind steuerfrei. Du musst dafür kein Gewerbe anmelden.
  • Einspeisevergütung 2026: Für Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. August 2026 gibt es bei Teileinspeisung 7,70 ct/kWh bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Anteil zwischen 10 und 40 kWp – garantiert für 20 Jahre (pv magazine).
  • KfW-Kredit 270: Die KfW finanziert Photovoltaik und Speicher mit einem zinsgünstigen Kredit, beantragt über deine Hausbank.
  • Regionale Programme: Einige Bundesländer und Städte fördern Speicher oder Balkonkraftwerke zusätzlich. Welche Programme es gerade gibt, zeigt unser Ratgeber zur Photovoltaik-Förderung.

5 Tipps, wie du bei deiner Solaranlage sparst

  1. Nutze dein Dach von Anfang an gut. Die Fixkosten verteilen sich auf mehr Module, jedes weitere kWp kostet nur rund 780 Euro.
  2. Plane den Speicher gleich mit. Nachrüsten ist teurer, und ab 2027 zählt jede selbst verbrauchte Kilowattstunde noch mehr.
  3. Verbrauche Strom, wenn die Sonne scheint. Wasch- und Spülmaschine mittags laufen lassen, das E-Auto tagsüber laden.
  4. Vergleiche Komplettpreise, nicht nur Modulpreise. Prüfe, ob Gerüst, Anmeldung und Speicher im Angebot enthalten sind.
  5. Kombiniere Dach und Photovoltaik. Steht eine Dachsanierung an, spart eine gemeinsame Planung ein zweites Gerüst.

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